15.11.2008-RP-In Hösel ist was möglich

14.11.2008-WZ-Schüler trainieren mit Profis

14.11.2008-Solinger Morgenpost-Zu Gast beim "Tag des Handballs"

14.11.2008-RP-Tipps für die Profis von morgen

11.11.2008-RP-Handball-Tag:Schüler treffen Profis

29.03.2008-RP-Aktiv für die Kinder

14.02.2008-WZ-Wilhelm-Busch-Schule in Hösel: Kinder essen auf dem Flur

Wasserschaden mit großen Folgen: Der Schulbetrieb ist beeinträchtigt, die Ogata wird in die Turnhalle verlegt, Sportvereine schauen in die Röhre. 

Hösel. Sie schaut betroffen, ist entsetzt über das, was an ihrer Schule passiert ist. Schulleiterin Beate Muß hat in diesen Tagen nur wenig Grund zu lächeln, wenn sie durch ihre Wilhelm-Busch-Schule läuft. Grund: Ein Wasserrohrbruch hat am Montag kurzerhand drei Klassenräume und den Aula-Bereich ruiniert. Jetzt muss improvisiert werden.

„Das Wasser hat einfach alles kaputt gemacht“, sagt die Schulleiterin und zeigt auf Decken, Wände, Böden, die Bühnenvorhänge in der Aula – alles nass. Auch Teile der Elektrik, Leitungen und Lampen funktionieren nicht mehr vollständig und müssen ausgetauscht werden. Mit viel Glück, lässt sich das Parkett in der Aula noch retten, sonst muss es auch erneuert werden.

In einem Klassenraum unterm Dach nahm das Unglück seinen Lauf. Vermutlich ist am Wochenende an einem Waschbecken ein Ventil durchgerostet. Bis zum Schulbeginn am Montag hatte das Wasser dann genug Zeit, sich seinen Weg durchs Gemäuer bis in die unteren Klassenräume zu bahnen.

Noch vor dem Gong zur ersten Stunde wurde der Schaden entdeckt. Schulleiterin Beate Muß: „Beim Blick in die Räume sah es so aus, als prasselt ein Regenschauer von der Decke.“

„Es wird noch einige Wochen dauern, bis alles wieder in Ordnung ist“

Mit Wasser vollgesogen haben manche Deckenplatten dem Gewicht nicht standgehalten und sind herabgefallen. Handwerker haben die nassen Platten samt Unterkonstruktion bereits herausgerissen und vor dem Schulgebäude entsorgt.

In den Räumen laufen Tag und Nacht Heizlüfter, um die Feuchtigkeit aus Decken, Wänden und Böden zu treiben. Erst wenn alles durchgetrocknet ist, können die Sanierungsarbeiten beginnen. Muß: „Es wird sicher einige Wochen dauern, bis hier wieder alles in Ordnung ist.“

Bis dahin müssen die zwei am schlimmsten betroffenen Klassen mit insgesamt 52 Kindern in andere Räume ausweichen. Sie lernen jetzt Mathe, Deutsch und Sachkunde im Musikraum. Vor den Türen der ruinierten Räume stapeln sich Stühle und Tische.

Auch Spielsachen stehen dort – sie werden normalerweise von den 52 Kindern der Offenen Ganztagsgrundschule genutzt. Der Ogata-Betrieb fand bislang im Aulabereich statt. Hier aßen die Kinder, machten ihre Hausaufgaben, spielten.

„Nach dem Wasserschaden musste die Ogata in die Turnhalle umziehen“, erklärt Muß. Gegessen wird in einem Flur im Schulgebäude, der kurzerhand zur Mensa umfunktioniert wurde.

Sportvereine müssen auf die Halle verzichten und ausweichen

Das Schulamt hat sofort andere Unterbringungsmöglichkeiten geprüft – ohne Ergebnis. Sogar an die Nutzung eines Seniorenheims wurde gedacht. „Wir haben keine Alternative, wir müssen jetzt die Turnhalle in Beschlag nehmen“, erklärt Amtsleiterin Monika Ebling.

Das hat zur Folge, dass die Halle den Sportvereinen bis auf weiteres nicht mehr zur Verfügung steht. Die Sportverwaltung bemüht sich, in anderen Hallen Ausweichmöglichkeiten zu finden. „Die Trainingszeiten werden gestaucht, alle müssen etwas zusammenrücken. Jeder muss jetzt ein bisschen abgeben“, so Sportamt-Mitarbeiter Frank Meyer.

WZ vom 14.02.2008
Von Benjamin Dietrich und Joachim Dangelmeyer

 

12.02.2008-WZ-Mehr Sport,bessere Schüler

31.01.2008-WZ-Richtfest auf dem Stundenplan

Die Stadt baut in Schulen für mehr als vier Millionen Euro Räume für die Ganztagsbetreuung. Ratingen investiert in diesem Jahr fast 15 Millionen Euro in Schulgebäude. Ratingen.

Grundschüler sind an sich wissbegierig und freuen sich in aller Regel auf jede neue Stunde. Selbst Mathe hat dort noch nicht den Schrecken, den diese Wissenschaft in weiterführenden Schulen gern verbreitet.

Am Donnerstag aber hat der Stundenplan der Wilhelm-Busch-Schule alles bisher Dagewesene in den Schatten gestellt. Wann schließlich gibt es schon mal einen Unterricht namens Richtfest?   Auf der Wilhelm-Busch-Schule in Hösel an der Bismarckstraße ist es möglich. Dort wird derzeit gebaut. Die Schule braucht mehr Platz, weil sie ihr offenes Ganztagsangebot ausgebaut hat.   Nach den Sommerferien sollen die zwei Gruppen in den zweigeschossigen Neubau ziehen, den die Stadt sich 890 000 Euro kosten lässt. Solche Summen sind für Kinder abstrakt. Baustellen sind konkret und für Kinder bisweilen der reinste Abenteuerspielplatz. Kein Wunder also, dass die Kleinen Feuer und Flamme waren, als es mit Bauhelmen bewehrt, mit Hobeln und Wasserwagen ausgestattet zum Richtfest des Neubaus ging.

Noch findet die Betreuung in der Aula statt

Der freilich tut not. Denn bisher arbeiten die beiden Gruppen in der offenen Ganztagsbetreuung (Ogata) unter reichlich provisorischen Bedingungen in der Aula der Wilhelm-Busch-Schule.   Und das ist nicht im Sinne der Sache. Die Stadtverwaltung und dort vor allem der Schuldezernent Rolf Steuwe nehmen Ogata ernst. Seit eine Umfrage in Ratingen ergab, dass ein Großteil der Eltern Betreuung ihrer Kinder bis 14 oder sogar bis 16.30 Uhr wünschen, wird der Ausbau des Angebotes forciert.   Allein in diesem Jahr sollen Ogata-An- oder Umbauten für insgesamt 4,3 Millionen Euro fertiggestellt werden. Insgesamt investiert Ratingen im Jahr 2008 fast 15 Millionen Euro in Schulgebäude.   Der Ausbau der offenen Ganztagsbetreuung an Schulen sei keine sozialpolitische Maßnahme, sagt Steuwe. Und kostenlos ist sie auch für die Eltern nicht.   Bis zu 100 Euro verlangt die Stadt je nach Einkommen der Familien für diese Dienstleistung. Das deckt die Kosten aber nicht. Den Zuschussbedarf gibt das Schulverwaltungsamt mit 57 330 Euro pro Gruppe an.   Dass Städte dennoch am Umbau des Schulwesens auf offenen Ganztagsbetrieb setzen, hat neben pädagogischen auch ganz praktische Gründe.   Das Land Nordrhein-Westfalen hat seine seine Förderpolitik geändert. Hortplätze an Schulen werden nicht mehr bezuschusst, Ogata-Plätze schon.

Glas, Eingangsloggia und bespielbare Fassadenflächen

All diese Dinge wissen die Kinder der Wilhelm-Busch-Schule nicht. Sie müssen sie auch nicht wissen. Ihnen und vor allem den Eltern, die Betreuung nachfragen, ist daran gelegen, dass Schüler, Lehrer und Betreuer unter vernünftigen Bedingungen arbeiten können.   Dafür sorgen die Bauarbeiter, deren Arbeitsplatz die Kinder gestern mit großen Augen bestaunten. Noch haben sie keine wirkliche Vorstellung davon, wie das Ogata-Gebäude mit der Küche, dem Bewegungs- und dem 80 Quadratmeter großen Gemeinschaftsraum schließlich aussehen wird.   Aber bis Sommer ist es ja nicht mehr lang. Und für 890 000 Euro gibt es bestimmt mehr als 08/15 mit Dach und Fenstern.  Von viel Glas, einer Eingangsloggia und bespielbaren Fassadenflächen war gestern die Rede. Das klingt spannend und verheißt Schönes für die nächste außergewöhnliche Unterrichtsstunde namens Einweihung. WZ vom 31.01.2008
Von Lothar Leuschen

31.01.2008-RP-Ende der Provisorien

Ende der Provisorien

VON PAUL KÖHNES

Hösel (RP) Frischluftige Feier aus freudigem Anlass: Gestern war Richtfest für den Anbau der Höseler Wilhelm-Busch-Grundschule. Die neue Unterkunft der Ogata-Gruppen kostet 890 000 Euro.

Keine Frage – hätte man sie gelassen, dann hätten sich die Kinder Wilhelm-Busch-Grundschule selbst an den Bauarbeiten zum Schulanbau beteiligt. Zumindest hätten die Gäste dies gestern beim Richtfest des 890 000 Euro teuren Baus annehmen können. Denn die Kinder aus der Ogata-Betreuung – für sie ist die neue Unterkunft gedacht – trugen Helme und waren auch sonst handwerklich bestens ausstaffiert. Während sie den Song von den fleißigen Handwerkern vortrugen, hielten sie Rohrzangen, Kellen, Kabel, Pinsel und Wasserwaagen in den Händen. Was man eben so braucht.

Schulleiterin Beate Muß sprach trotz der unvermeidlichen Winterkälte im noch fensterlosen Rohbau von einer „höchst erfreulichen Aufgabe“, mit zahlreichen Gästen aus Politik und Verwaltung das Projekt zu feiern. Dass im Zuge der Bauarbeiten in den Kinderköpfen höchst alternative Pläne gereift waren, erwähnte sie am Rand: „Als sie die Baugrube sahen, hofften sie auf ein eigenes Schwimmbad – es hätte ja nur Wasser eingefüllt werden brauchen.“

Anne Korzonnek – Vertreterin des an Erkältung erkrankten Bürgermeisters Birkenkamp – stellte ein baldiges „Ende der Provisorien“ für die Höseler Grundschulkinder in Aussicht. „Und für die Fenster wird auch noch Geld da sein“, kommentierte sie augenzwinkernd. Derzeit arbeiten die Ogata-Gruppen unter schwierigen Bedingungen in der provisorisch umgebauten Aula der Schule.

In dem Neubau werden künftig die Schulkinder bis 16 Uhr verpflegt, betreut und bei den Hausaufgaben unterstützt. Das Raumprogramm wird abgerundet durch einen großen Gemeinschaftsraum, in dem die Kinder die Mahlzeiten, die in der angrenzenden Küche bereitet werden, einnehmen. Der direkt an den Altbau angebundene Gemeinschaftsraum mit seinen 80 Quadratmetern kann von der Schule auch für andere Veranstaltungen genutzt werden. Der Erweiterungsbau liegt als langgestreckter Bau parallel zur Bahnhofstraße. Der verzweigte Schulkomplex mit dem Eingang an der Bismarckstraße erhält so zur Bahnhofstraße hin ein neues Gesicht. Der eingeschossige Gebäudesockel besteht aus einer Eingangsloggia mit offenen, verglasten und geschlossenen Plattenformaten und den angrenzenden massiven, farbigen, bespielbaren Fassadenflächen.

Federführend sind die Düsseldorfer Architekten Beatrix Schulze, Elisabeth Dahmen und Hans-Herwig Schröder.

Ogata-Ziele

In dem Neubau werden künftig die 51 Schulkinder in zwei Gruppen bis etwa 16 Uhr verpflegt, betreut und bei den Hausaufgaben unterstützt.

Ferner wird es vielfältige Angebote geben, die das Lehrprogramm ergänzen und kreative, musische und motorische Fähigkeiten fördern.

RP vom 31.1.2008

24.01.2008-WZ-PC-Praxis für Berufseinsteiger

An der Metzmacher-Schule leiten Berufserfahrene Kurse, die die Chancen auf eine Ausbildung erhöhen sollen. Die Teilnahme an den zehn Doppelstunden ist freiwillig.

Langenfeld. Die 16-jährige Katrin Suttinger nimmt ihr Zertifikat entgegen. Das erhält sie für die Teilnahme an einem Computer-Kurs der Felix-Metzmacher-Schule. „Ob es etwas gebracht hat, wird sich noch herausstellen“, meint die Schülerin der 10c. Sie gehört zum Entlass-Jahrgang.

„Ich habe mich bei einer Langenfelder Stahlfirma als Auszubildende zur Bürokauffrau und bei der Kollegschule in Hilden beworben, wo ich mein Fachabitur machen kann.“Mit Katrin haben 24 weitere Schüler aus den drei zehnten Klassen der Hauptschule in zwei Gruppen an der Schulung teilgenommen. Alle halten ihr Zertifikat in Händen.

Pensionierter Ingenieur will Schülern den Einstieg ebnen

Der Kurs wird geleitet von dem pensionierten Ingenieur für Verfahrenstechnik, Hans-Jürgen Bücken aus Monheim. Auf die Initiative des Ausbildungspaten hin kam das Angebot zustande.

„Die Verbindung wurde über eine langjährige Freundin unserer Familie geknüpft. Frau Furthmann-Baur ist Ausbildungs-Koordinatorin an der Schule“, sagt Bücken. Die Teilnahme an den zehn Doppelstunden sei freiwillig.

„Ich mache das sehr gern, weil ich weiß, dass solche Fördermaßnahmen die Chancen, im Berufsleben Fuß zu fassen, verbessern“, betont er.

Der ehemalige Bayer-Ingenieur weiß auch, dass von Mittelständlern wie von großen Betrieben darüber geklagt wird, dass die Software-Kenntnisse ihrer Auszubildenden oft für den Beruf nicht ausreichen. Die Schule und ihre Ausbildungspaten, die ehrenamtlich Kurse leiten, haben im Herbst 2007 die Schwäche erkannt.Dank der Hilfe des Schul-Fördervereins wurde mit Regina Wolff eine professionelle Trainerin gefunden. Sie leitet in der EDV-Abteilung der Stadtverwaltung Schulungen. „Es war das erste Mal, dass ich so einen Schülerkurs begleitet und dafür am Ende auch die Zertifikate ausgestellt habe“, sagt sie.

Die Zusammenarbeit mit der Metzmacher-Schule will sie fortsetzen. Regina Wolff hat erfahren, dass das Interesse der neunten Klassen an den Kursen noch größer ist, da deren Schüler die Bewerbungen noch bevorstehen.

Schulleiter Rolf Schlierkamp ist überzeugt, dass die bescheinigten Programm-Kenntnisse die Chancen seiner Schüler erhöhen: „Der Kurs wird auf alle Fälle mit in die Reihe der Nachmittags-Angebote aufgenommen, wenn wir ab dem 1.August Ganztagsschule werden. Wir können uns dann noch stärker auf praxisnahem Unterricht orientieren.“Mit der Einführung des erst nur für die fünften Klassen verbindlichen Unterrichts bis 16 Uhr bewillige das Land NRW 30 Prozent mehr Lehrerstellen.

Schlierkamp: „Zehn Prozent wollen wir kapitalisieren, um damit die Betreuung durch unseren Kooperationspartners Interaktiv e.V. stärken.“ Zurzeit unterrichten 33 Pädagogen die 430 Schüler.

Berufsorientierung an der Felix-Metzmacher-Schule

Betriebsbesichtigungen: Die Klassenlehrer der Felix-Metzmacher-Hauptschule sind angehalten, mit ihren Schülern Betriebsbesichtigungen durchzuführen.Berufsinformationstag: Regelmäßig werden Praktiker in die Schule eingeladen, um ihre Berufe vorzustellen. Jeweils vor den Sommerferien findet an der Metzmacher Straße ein Berufsinformationstag statt.Im Anschluss an diese Orientierungsveranstaltung für Schüler der achten bis zehnten Klassen findet eine „Manöverkritik“ mit den beteiligten Ausbildern statt.Praktika: In der neunten und zehnten Klasse steht für die Metzmacherschüler jeweils ein dreichwöchiges Praktikum in einem Betrieb an. Darüber hinaus bildet die Hauptschule eine Praktikumsklasse. Schüler dieser zehnten Klasse verbringen im zweiten Halbjahr wöchentlich einen Tag in einem Betrieb.

400 Partner: Für Besichtigungen und Praktika kann die Schule auf rund 400 Firmen ansprechen. Bei den meisten handelt es sich um kleine Handwerksbetriebe, die in Langenfeld ansässig sind. Aber auch die Ara ShoesAG und Bayer gehören zu den Partnern der Schule.

WZ vom 24.01.2008
Von Lothar Müller und Holger Bangert

03.01.2008-WZ-Langenfeld: So schnell wie möglich zur Ganztagshauptschule

An der Käthe-Kollwitz-Schule und der Felix-Metzmacher-Schule wird der Einstieg bereits zum 1. Februar gewünscht.

Langenfeld. Die Käthe-Kollwitz- und die Felix-Metzmacher-Schule sollen schon am 1. Februar Ganztagshauptschulen werden. Das soll der Schulausschuss in einer dafür einberufenen Sondersitzung am Donnerstag, 12. Januar, beschließen. Die Zeit drängt, denn das Schulministerium informierte die Stadt darüber, das die Antragsunterlagen der Bezirksregierung Düsseldorf bis zum 15. Januar vorliegen müssen. Dass die beiden Schulen zu den landesweit bis zu 130 Hauptschulen zählen sollen, die von der Landesregierung mit jeweils maximal 2,4 Millionen Euro gefördert werden, dafür hatten sich die Schulleitungen und die Politiker bereits Anfang Dezember ausgesprochen.

Allerdings: Damals war der Einstieg erst für August ins Auge gefasst worden (Antragsfrist: 15. März 2006). Zwar ist am Fahlerweg wie an der Metzmacherstraße mit je einer Mensa die erste bauliche Voraussetzung erfüllt, aber es fehlte noch an der Zustimmung der Schulkonferenzen sowie an den ausformulierten pädagogischen Konzepten.

Das ist jetzt anders: Die Schulkonferenz der Felix-Metzmacher-Schule sprach sich am 20. Dezember einstimmig dafür aus, mit ihren drei fünften Klassen am 1. Februar in den Ganztagsbetrieb zu starten. Schulleiter Rolf Schlierkamp teilte dem Schulamt mit, dass man an der katholischen Schule alle Voraussetzungen bereits zum frühstmöglichen Termin als gegeben erachte.

Mit dem Verein "interaktiv" verfüge die Schule bei der Nachmittagsbetreuung über einen verlässlichen Partner. Auch ein bewährtes Ganztagskonzept liege vor. Zudem seien zum 1. Februar zwei zusätzliche Lehrerstellen bewilligt, so dass auch die personellen Gegebenheiten passen würden. Schliekamp: "Wir würden uns sehr freuen, wenn es möglich wäre, den Antrag zum 15. Januar bei der Bezirksregierung zu stellen." Dieses Votum wird bis zum 12. Januar auch von der bei den fünften Klassen zweizügigen Kollwitz-Schule erwartet. Die Weihnachtsferien werden von der Schulleitung genutzt, um am pädagogischen Konzept zu feilen.

Im Gegensatz zu den Grundschulen ist die Teilnahme am Ganztag der Hauptschulen nach und nach verbindlich. Ein Elternbeitrag wird nicht erhoben. In der Aufbauphase ist vorgesehen, den Ganztag erst für die Jahrgangsstufe fünf, ab 1. August für die fünften und sechsten Klassen sowie mit Beginn des Schuljahrs 2007/2008 für die derzeit 365 Schüler der Käthe-Kollwitz-Schule und die 501 der Felix-Metzmacher-Schule zu fahren. Das Mehr an Bildung durch zusätzliche Förderung soll den Hauptschülern auch ein Mehr an Chancengleichheit beim beruflichen Einstieg eröffnen.

Doch noch etwas anderes erhofft man sich beim Schulträger Stadt: Die millionenschweren Investitionen in den Schulausbau könnten teilweise refinanziert werden. "Auch wenn der Referentenentwurf vorsieht, dass Schulen in sozialen Brennpunkten bevorzugt zu bewilligen sind, so hoffen wir, durch schnelle Antragsstellung doch dabei zu sein", sagt Frank Kämpchen vom Schulreferat.

WZ vom 03.01.06 Von Holger Bangert